„Talent Management ist kein HR-Projekt. Es ist eine Führungsentscheidung.“ Mit dieser klaren Botschaft eröffnete UC-Vorständin Melanie Löhrhoff, Personalleiterin der ITW Automotive Products GmbH in Hodenhagen, ihren Impulsvortrag bei der jüngsten Ausgabe von "Prio: Personal" im Prinzenpalais vor rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Im Zentrum der Veranstaltung stand eine zentrale Frage: Wie bringen wir die richtigen Menschen zur richtigen Zeit an den richtigen Platz, bevor es kritisch wird?
Gerade vor dem Hintergrund von Transformation, Fachkräftemangel und steigenden Erwartungen an den Arbeitsplatz wird deutlich: Systematische Nachfolge- und Talentplanung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.
Anhand der Talent-Management-Praxis der ITW Automotive Productions GmbH, einem internationalen Automobilzulieferer, zeigte Löhrhoff auf, wie strukturierte Talent Reviews, klare und transparente Talentkriterien sowie das 70-20-10-Modell in der Personalentwicklung umgesetzt werden können. Dabei wurde schnell klar: Talent Management ist kein administrativer Prozess, sondern ein wirksames Führungsinstrument und sollte fest in der Unternehmensstrategie verankert sein.
Besonders wertvoll war die praxisnahe Übersetzung der Konzernperspektive auf die Realität mittelständischer Unternehmen in der Region. Löhrhoff zeigte konkrete, pragmatische erste Schritte auf, mit denen auch kleinere Unternehmen ressourcenschonend und wirksam in ein strategisches Talentmanagement einsteigen können – von regelmäßigen Talent Reviews bis hin zur systematischen Vorbereitung interner Mobilität und Nachfolge.
Dass das Thema den Nerv getroffen hat, war spürbar: Viele der Anwesenden prüften gedanklich bereits, wie ein solches Vorgehen im eigenen Unternehmen aussehen könnte – und wo man am besten beginnt.